Geschichte von Gablitz

1685

werden die Brandstätten vom Waldamt neu vergeben. In Purkersdorf kaufen sich einige Adelige ein, in Gablitz haben einige Adelige Wiesenbesitz. 1685 scheinen in Purkersdorf Johann Ignaz und Maria Hellene von Albrechtsburg, geb. Melmekh  auf, die zwei Häuser in der Gäblitzgasse (Herrengasse 2 und 4) (C.Nr.29 und 30) samt Garten und Wiesen um 560 fl. 2 duk. vom Waldamt erwerben und zum Wohnhaus und Meierhof ausbauen.

In Gablitz scheinen Joh. Ignaz und Maria Hellene von Albrechtsburg sowie Mathias Freiherr Andraszy mit je „5 Rämb neue Wiesen“ am Hochbuch auf, das nun „Hochburg“ bezeichnet wird.

Im Waldamtsbuch sind weiters „fünf Hütten am Hochbuch“ erwähnt.

1686

ist als „gefatter“ (Taufpate) der gastgeb (Gastwirt) und Richter Christoph ZACH (ZÄCH) erwähnt. Er ist Taufpate des Mathias Stephan, Sohn von Mathias und Maria Stephan.

1687

Taufe von Johann Josef Zach, Sohn des Johann Christoph und der Elisabeth Zach, Taufe von Eva Rosina SCHOBER (Tochter des Rudolph und Cordula Schober) aus Hochbuch, Taufpatin: Vigula Fischerin von Hochbuch.

1688

Johannes Franciscus KUNTNER, Sohn des Johann und der Anna Kuntner aus Gablitz.

1689

Johann Peter ZÄCH, ehel. Sohn des Johann Christoph ZÄCH, Bräumeister zu Gabliz und seiner Ehefrau Elisabeth, scheint im Taufbuch Purkersdorf auf. Auch eine Tochter des Hanß Jacob Schober und Barbara aus Hochbuch wird getauft. Taufpate von Hans Georg Stephan, Sohn des Mathias Stephan zu Purkersdorf,  ist wieder Hans Christoph ZÄCH, Bräumeister und Richter zu Gablitz (1.4.1689).

1689 scheint auch Georg Liechtenwöhrer als Taufpate und Richter zu Gablitz auf (Taufbuch 14.7.1689).

1694

weist Gablitz 260 Einwohner auf.

1696

Graf Hallwyl wird „im Wald bei Gablitz“ ermordet aufgefunden. Der des Mordes verdächtigte portugiesische Gesandte wird freigesprochen. Bei einem italienischen Notar war das Geständnis eines Polen hinterlegt worden, das nach seinem Tod geöffnet wurde. Dieser gab zu, im Auftrag eines anderen in Wien lebenden Polen den Grafen Hallwyl ermordet zu haben. Grund waren extrem hohe Spielschulden.

Die Holzpyramide am 3Föhren-Platz am Hauersteig wurde vom Verschönerungsverein errichtet, 2012 restauriert, sie erinnert an dieses Ereignis. 2012 gab es ein Treffen der Nachkommen der Familie Hallwyl aus Schweden, Schweiz, Deutschland und Österreich im Gablitzer Museum und Gemeindeamt.

1705

Weißes Kreuz mit Inschrift „M.K. 1705“. Es wurde vmtl. von M. Koller, Hüttler am Rabenstein, 1705 anstelle eines Holzkreuzes errichtet.

1726

Stiftsbrief. Errichtung der kleinen Nepomuk-Statue durch den Bräuer Hanns Christoph Zäch. Ursprünglich war die Statue in der Bräuhausgasse aufgestellt (seit 1945 beim Stiegenaufgang zur Kirche in der Bachgasse).

1730

scheint Jacob Ruiß bei der „Stifts-Taverne“ auf.

1751

Untertanen der Kartause Mauerbach waren 19 Haus- und 5 Hüttenbesitzer des Dorfes  Gablitz. Erwähnt sind u.a. Johann Heinrich von Schmidt,  Jacob Ruiß, Thomas Obermaißer, Simon Schober, Mathias Mayerhofer sowie die „Stüffts Taffern“ (Stifts-Taverne) und eine „Mühl am unstätten Waßer“. Die Dorfobrigkeit hat die Kartause Mauerbach.

Von Johann Heinrich von Schmidt wird die zweite, größere, Nepomuk-Statue errichtet (Linzerstraße/Hauptstraße).

1786

Josephinische Fassion.

In Gablitz werden 43 Häuser - erstmals mit Hausnummern - aufgenommen:

1:Johann Bodingbauer23:Philipp Zauner
2:Gabriel Aschauer24Johan Zauner
3:Josef Aschauer25:Josef Motzwinkler
4:Peter Helfer26:Johann Bamel
5:Georg Lechner27:Rath
6:Martin Lindner28:Johann Fellner
7:Elias Schober29:Eva Schmidtin
8:Georg Krausz30:Heigl
9:Michael Rabensteiner31:Josef Schönanger
10:Jakob Wallner32:Johann Mayer
11:Leopold Peckhan33:Jakob Sießleitner
12:Georg Obermeiszer34:Jakob Sießleitner
13:Leopold Rueß35:Hirtenhäusel der Gemeinde
14:Philipp Schweiger, Wirtshaus36:Magdalena Grillin
15:Johann Lackner37:Paul Saller
16:Michael Rabensteiner38:Johann Hueber
17:Josef Pexhann39:Frantz Rausch
18:Franz Zauner, Bäckermeister40:Jakob Gilmayer
19:Johann Fellner, Wirthaus41:Stephan Obermaißer
20:Michael Harthauser42:Sebast. Bogenberger
21:Johann Georg Mayerhofer43:Philipp Obermüller
22:Graf Maraviglia

Graf Meraviglia (Haus Nr. 22) und Johann Georg Mayrhofer (Haus Nr. 21) hatten den größten Grundbesitz, sie zahlten 1786 die höchsten Steuern. Das Haus Nr. 22 von Graf Meraviglia war recht klein, vmtl. nur als Landwirtschaft benützt. Die gräfliche Familie besaß u.a. ein Schloss in Wien-Gumpendorf.

1782

ersuchte die Gablitzer Bevölkerung das Consistorium um einen eigenen Pfarrer, wogegen sich der Pfarrer von Purkersdorf aussprach, da die Entfernung nach Purkersdorf nicht so groß sei. In Gablitz wurde die Hl. Messe nur einmal im Jahr zum Kirchweihfest (10. August) gelesen.

(c) Dr. Renate Grimmlinger

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Gemeindeamt Gablitz 02231/63466-0

Dr. Renate Grimmlinger MSc
Tel. 0676/710 55 35
office(at)gablitz-museum.at

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